Polizei Spezialeinheiten - Bewerbung, Eignungstest, Ausbildung

 

 

 

 

Die Spezialeinheiten der Polizei (SEK, MEK, TEG, VG)

 

 

Was viele nicht wissen: Die Spezialeinheit der Polizei besteht nicht nur aus dem Spezialeinsatzkommando (SEK).

 

Die Spezialeinheiten der Polizei haben noch viel mehr zu bieten. Neben dem bekannten Spezialeinsatzkommando (SEK – oft auch fälschlich als Sondereinsatzkommando bezeichnet), bestehen die Spezialeinheiten noch aus dem MEK (Mobiles Einsatzkommando), die VG (Verhandlungsgruppe) sowie der TEG (Technische Einsatzgruppe).

 

Hier kommen ein paar Fakten zum historischen Hintergrund. Die Gründung der ersten Spezialeinsatzkommandos erfolgte im Jahr 1974. Die Entstehung war die Folge auf das Terror-Attentat bei den Olympischen Spielen in München 1972. In einer Konferenz der Innenminister- sowie Innensenatoren wurde im Jahr 1974 das Konzept für die Aufstellung und den Einsatz von Spezialeinheiten der Länder und des Bundes für die Bekämpfung von Terroristen beschlossen. Zur selben Zeit wurde die Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) als Spezialeinheit des damaligen Bundesgrenzschutzes ins Leben gerufen. Mit der Umwandlung des Bundesgrenzschutzes (BGS) in die heutige Bundespolizei ist die GSG 9 dort angegliedert.

 

Traurige Berühmtheit und eine große mediale Aufmerksamkeit erlangte das SEK bei der Gladbecker Geiselnahme 1988 (Stichwort: Rösner und Degowski) sowie bei einer Geiselnahme in einem Touristikbus in Köln 1995.

 

 

Spezialeinheiten werden meist dort eingesetzt, wo ein großes Gefahrenpotenzial besteht, das eine spezielle Ausbildung erforderlich macht und die Möglichkeiten des Streifendienstes ausgeschöpft sind.  

 

Das Einsatzspektrum der Spezialeinheiten ist vielfältig. Spezialeinheiten werden u. a. bei Geiselnahmen oder Entführungen eingesetzt. Weitere Aufgabengebiete sind auch Gefangenentransporte von Schwerverbrechern, die Festnahmen von besonders gefährlichen Tätern (z. B. Schwerverbrechern, Mitgliedern der Mafia oder Organisierten Kriminalität usw.), die Verhinderung von Suizidversuchen, aber auch Maßnahmen, um die Identität von Personen- und Zeugen zu schützen. Ein Großteil dieser Einsätze wird in den Medien kaum thematisiert.

 

Wie oben bereits geschildert, ist für die Verwendung in den Polizei Spezialeinheiten (SEK, TEG, VG, MEK) eine besondere Ausbildung notwendig.

 

 

 

Eine direkte Bewerbung beim SEK oder anderen Teilen der Spezialeinheiten ist nicht möglich. Voraussetzung ist, dass Du nach Bestehen der Polizei Ausbildung eine eine bestimmte Zeit im Polizeidienst tätig bist. Dieser Zeitraum umfasst meist mindestens zwei Jahre. Wichtig ist zudem, dass Du nicht ein bestimmtes Mindestalter überschritten hast. Diese Altersvorgabe variiert von Bundesland zu Bundesland.

 

Wichtig ist aber auch, dass Du neben einer ausgesprochen hohen Fitness und Kondition auch über auch Stress- und Sozialkompetenz, Urteilsvermögen und eine hohe psychische Belastbarkeit verfügst (Quelle: www.polizei-nrw-bewerbung.de). Als Beamter der Polizei Spezialeinheiten musst Du als Team-Player agieren. Eine gewisse „Rambo-Mentalität“ ist ausdrücklich unerwünscht.

 

 

Das SEK-Auswahlverfahren der Polizei unterteilt sich grundsätzlich in zwei Bereiche: Den physischen Eignungstest und das psychischen Auswahlverfahren. Während man im physischen Polizei Einstellungstest der Spezialeinheiten unterschiedliche Aufgaben erfüllen muss, muss man im Rahmen des mündlichen Tests u. a. ein Auswahlgespräch vor einer Kommission, bestehend aus Polizei-Psychologen sowie Kommandomitgliedern bzw. Vorgesetzten, meistern.

 

 

 

Nachdem Du das Polizei Auswahlverfahren der Spezialeinheiten erfolgreich beendet hast, beginnt eine mehrmonatige Sonderausbildung (Einführungsphase), die u. a. das Eindringen in Objekte und Gebäude, Kletterausbildung und Fahrsicherheitstraining, Kampfsport und Selbstverteidigung (Jiu-Jutsu) sowie spezielle Schießübungen trainiert werden.

 

Beachte: Ziel dieser Ausbildung ist es, Dich gezielt an die Grenzen Deine physischen und psychischen Belastungsgrenze zu bringen. Solltest Du diese Anforderungen innerhalb der Einführungsphase nicht erfüllen, so ist die Ausbildung für Dich beendet.

 

Als Polizeibeamter in einer Spezialeinheit erhältst Du zu Deinem Grundgehalt einen zusätzlichen monatlichen Betrag als Gefahrenzuschlag. Wichtig: Sobald Du die Altersgrenze erreicht hat, musst Du die Spezialeinheiten wieder verlassen.   

 

 

 

 

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