Die Kriminalpolizei - Bewerbung, Ausbildung, Einstellungstest

 

 

 

 

Der Dienst bei der Kriminalpolizei

 

Der Aufgabenbereich der Kriminalpolizei (kurz: Kripo) ist nicht weniger anspruchsvoll als das, was Dich im Wach- und Wechseldienst erwartet. Der Bereich der Kriminalpolizei sieht keine Uniform vor. Du versiehst als Kriminalbeamter grundsätzlich in ziviler Kleidung Deine Arbeit. Da Dir vom Dienstherrn keine Uniform zur Verfügung gestellt wird, bekommst Du das Tragen Deiner privaten Kleidung meist als Kleiderkostenpauschale zu Deinem Grundgehalt vergütet. Zudem hast Du die Möglichkeit, die Reinigungskosten im Jahreslohnsteuerausgleich abzusetzen.

 

 

 

Als Kriminalpolizist bist Du in der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung tätig. Das bedeutet, dass Du Vorgänge weiterbearbeitest, Du vom Wach- und Wechseldienst gefertigt wurden. Du bist dabei das Bindeglied zwischen Beschuldigten, Zeugen, den vor Ort eingesetzten Beamten sowie Ansprechpartner für Gerichte und vor allem Staatsanwaltschaften. Deine Aufgabe besteht darin, weitere Maßnahmen zu treffen (z. B. Spurensicherung etc.), Vernehmungen und weitere Ermittlungen durchzuführen, Kontakt zu anderen Behörden aufzunehmen.

 

 

 

Dabei umfasst der Aufgabenbereich der kriminalpolizeilichen Arbeit u. a. folgende Straftaten: Eigentumsdelikte (wie z. B. Raubdelikte, Diebstahldelikte, Wohnungseinbruchdiebstahl etc.), Delikte zur sexuellen Selbstbestimmung, Rauschgift- bzw. Betäubungsmitteldelikte, politisch motivierte Straftaten (Rechts/Links und weitere), Wirtschaftsstraftaten, Verkehrsdelikte, Tötungsdelikte (Mord, Totschlag, fahrlässige Tötung etc.), organisierte Kriminalität (z. B. Mafiastrukturen, Rockermilieu etc.) und vieles mehr.

 

 

Als weiterbearbeitende Fachdienststelle führst Du das zu Ende, was im Streifendienst durch die Beamten vor Ort festgestellt und aufgenommen wurde. Dabei bist Du zuständig für weitere Ermittlungen, z. B. die Aufnahme von Spuren (z. B. an Tatorten, Tatwerkzeugen, Opfern od. Tätern), die Vernehmung von Zeugen und Beschuldigten, das Sichern von Fingerspuren (Fingerabdrücken) etc.

 

 

 

Wie oben bereits beschrieben, arbeitest Du mit anderen Behörden, wie Staatsanwaltschaften oder Bußgeldstellen zusammen. Du bist sog. Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft und somit deren verlängerte Arm. Als Kriminalkommissarin bzw. Kriminalkommissar bist Du letzten Endes dafür verantwortlich, dass das jeweilige Verfahren vollständig betrieben wird und zu einer Verurteilung des Tatverdächtigen bzw. Beschuldigten führt.

 

 

In einigen Bundesländern hast Du direkt die Möglichkeit, Dich bei der Kriminalpolizei (Kripo) zu bewerben. Andere Bundesländer, wie z. B. die Polizei NRW, bieten diese Möglichkeit nicht mehr an. Vor einer Verwendung bei der Kriminalpolizei musst Du nach erfolgreichem Einstellungstest die dreijährige Ausbildung zum Polizeikommissar bzw. Polizeikommissarin erfolgreich durchlaufen und eine gewisse Zeit im Wach- und Wechseldienst arbeiten. Hast Du dann genug Berufserfahrung im Streifendienst gesammelt, kannst Du dich dorthin umsetzen lassen.

 

Erfüllst Du die Voraussetzungen, steht Deiner Verwendung bei der Kripo nichts mehr im Wege.

 

 

 

 

 

 

Der Berufsalltag in der Polizei Einsatzhundertschaft

 

Wie oben dargestellt, beginnst Du, bis auf einige Bundesländer ausgenommen (siehe Kripo), direkt nach der Ausbildung Deine Karriere im Wach- und Wechseldienst bzw. Streifendienst.

In einer Deiner Erstverwendung ist es grundsätzlich vorgesehen, dass Du nach einer bestimmten Zeit im Wach- und Wechseldienst anschließend mehrere Jahre Dienst in der Einsatzhundertschaft einer Polizeibehörde versiehst. Jedoch verfügt nicht jede Behörde über eine eigen Polizeihundertschaft.

 

 

 

Als Polizeibeamtin bzw. Polizeibeamter in einer Einsatzhundertschaft (EHU oder auch BPH: Bereitschaftspolizei Hundertschaft) wirst Du vor allem bei polizeilichen Großeinsätzen oder auch polizeilichen Großlagen, wie Demonstrationen, Fußballbegegnungen, Suche von Vermissten usw. eingesetzt. Hier versiehst Du in Gruppenstärke Deinen Dienst und kannst auf Anforderung anderer Bundesländer deutschlandweit und somit länderübergreifend eingesetzt werden.

 

Des Weiteren unterstützt die EHU andere Polizeibehörden bei Sondereinsätzen. Hier sind vor allem Einsätze zur Verkehrsunfall- und Kriminalitätsbekämpfung zu nennen. Ein wichtiger Aspekt ist hier auch die präventive Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen (TEW: Tageswohnungseinbrechern).

 

In den einsatzfreien Zeiten bist Du vor allem mit der Fort- und Weiterbildung, mit Training und Sport beschäftigt. Denn der Dienst in einer Einsatzhundertschaft fordert ein hohes Maß an körperlicher Fitness.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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